Was ein Partner-Tarot ist
Bei einem Partner-Tarot machen beide mit: Jede und jeder zieht eigene Karten für dieselben Positionen, und die beiden Blätter werden nebeneinander gelesen. Das unterscheidet es von einer Beziehungslegung, die eine Person allein zieht – sie kann die Beziehung immer nur von einer Seite zeigen.
Zwei Menschen, zwei Blätter
Die meisten Tarot-Legungen zur Liebe zieht eine einzige Person. Sie wählt jede Karte, auch die, die angeblich ihr Gegenüber beschreibt. So sorgfältig sie dabei auch vorgeht: Heraus kommt der Blick eines Menschen auf zwei.
Ein Partner-Tarot ändert, wer das Deck in der Hand hält. Ihr mischt beide im eigenen Moment und zieht je drei eigene Karten, und keiner sieht das Blatt des anderen, bevor beide liegen. Die Deutung ist das Gespräch zwischen diesen beiden Blättern.
Warum es ehrlicher ist
Wenn einer für beide zieht, liest man schnell die eigenen Sorgen in „seine“ oder „ihre“ Karte hinein. Zieht ihr beide, beschreiben die Karten jeden Menschen in seinen eigenen Worten. Deshalb überrascht ein Tarot für Paare oft beide: Der Abstand zwischen den beiden Blättern ist der Teil, den niemand vorhergesagt hätte.
Die drei gespiegelten Positionen
Dieses Partner-Tarot arbeitet mit drei Positionen, und ihr zieht beide für dieselben drei. Erst gespiegelte Positionen machen zwei Blätter vergleichbar: Die erste Reihe zeigt immer, wie jede und jeder von euch die Beziehung sieht – egal, wer zuerst gezogen hat.
1. Wie ich uns sehe
Wie jede und jeder von euch die Beziehung gerade erlebt. Zwei sehr unterschiedliche Karten sind in dieser Reihe eines Partner-Tarots häufig und kein schlechtes Zeichen – sie zeigen, wo ihr ins Gespräch einsteigen könnt. Zwei ähnliche Karten zeigen ein Bild, das ihr schon teilt.
2. Was ich brauche
Was jede und jeder von euch im Moment vom anderen braucht. Bei dieser Reihe halten sich die meisten Paare am längsten auf, denn Bedürfnisse sind genau das, was Partner am ehesten schon zu kennen glauben. Sprich deine Karte laut aus, bevor dein Gegenüber sie für dich deutet.
3. Was ich geben kann
Was jede und jeder von euch gerade zu geben hat – nicht im Allgemeinen und nicht das, was ihr gern geben würdet. Lest sie gegen die „Was ich brauche“-Karte der anderen Person: Der hilfreichste Moment eines Partner-Tarots ist oft der, in dem das Geben der einen Seite auf das Bedürfnis der anderen antwortet.
Gemeinsam oder getrennt ziehen
Ihr müsst nicht im selben Raum sein. Das Partner-Tarot auf dieser Seite funktioniert auf zwei Wegen, und die Karten werden auf beiden gleich ausgeteilt.
Das Handy weitergeben
Sitzt ihr zusammen, trägt die erste Person einen Namen ein (oder auch nicht), wählt drei verdeckte Karten und sieht zu, wie sie sich umdrehen. Dann wandert das Handy hinüber, und die zweite Person wählt drei Karten vom selben Tisch. Näher kommt ein Tarot zu zweit online einem echten Deck auf einem echten Tisch nicht.
Einen Link schicken
Seid ihr getrennt, zieht die erste Person und kopiert einen Link. Die zweite öffnet ihn auf einem beliebigen Gerät und zieht ihre eigenen Karten – das erste Blatt bleibt so lange verdeckt. Danach enthält die Adresse in ihrem Browser beide Blätter, sodass sie das fertige Partner-Tarot direkt zurückschicken kann. Keiner von euch braucht ein Konto.
Warum sich die Karten nicht ändern lassen
Jede Karte teilt der Server aus, nicht euer Browser, und jeder Link ist signiert. Wer einen Link bearbeitet, um eine Karte auszutauschen, macht ihn damit unbrauchbar – er öffnet sich nicht mehr. Das zweite Blatt wird aus den 75 Karten ausgeteilt, die nach dem ersten übrig sind, deshalb könnt ihr in einem Partner-Tarot nie dieselbe Karte halten.
Zwei Blätter nebeneinander lesen
Liegen beide Blätter, lest ihr das Partner-Tarot Reihe für Reihe: erst jede Karte für sich, dann das Paar. Für das Paar hat das Tarot ein altes Werkzeug, die elementaren Würden. Sie fragen, ob sich die Elemente zweier Karten gegenseitig helfen oder behindern.
Gleiches Element
Zwei Kelche, zwei Schwerter oder zwei Karten desselben Elements: In dieser Reihe seid ihr auf einer Wellenlänge. Das beruhigt – und kann auch heißen, dass ihr denselben blinden Fleck teilt. Zwei Menschen, die beide Streit aus dem Weg gehen, ziehen nicht selten beide Wasser.
Elemente, die sich stützen
Feuer mit Luft oder Wasser mit Erde. Die Karte der einen Seite nährt die der anderen: Die Luftkarte gibt der Feuerkarte Raum, die Erdkarte gibt der Wasserkarte eine Form. In einem Partner-Tarot ist das die Paarung, auf der ihr aufbauen könnt.
Elemente, die übersetzt werden wollen
Feuer mit Wasser oder Luft mit Erde. Die beiden Karten ziehen in verschiedene Richtungen, und oft liegt das daran, dass ihr dasselbe in zwei Sprachen sagt – die eine Seite mit Taten, die andere mit Fürsorge. Sagt es zweimal, auf zwei Arten.
Die übrigen Paarungen, Feuer mit Erde und Luft mit Wasser, sind neutral: zwei eigene Blickwinkel, die nebeneinander stehen. Jede Reihe eures Partner-Tarots zeigt, welche der vier Paarungen dort liegt.
Wenn eure Karten auf eure Horoskope treffen
Diesen Teil lassen die Seiten zum Tarot für Paare, die wir uns angesehen haben, weg. Die meisten Karten des Rider-Waite-Smith-Decks tragen einen Planeten – direkt oder über das Zeichen, zu dem sie gehören –, und eure beiden Geburtshoroskope zeigen, wie diese Planeten aufeinandertreffen.
Ein Kartenpaar als Kontakt
Mit zwei Geburtsdaten sucht jede Reihe den Planeten der ersten Karte im Horoskop der ersten Person und den Planeten der zweiten Karte im Horoskop der zweiten. Bilden die beiden einen Aspekt mit höchstens 5° Orbis, nennt diese Reihe eures Partner-Tarots den Aspekt und seinen Abstand zum exakten Winkel. In unserem Beispiel zog Alex den Tod und Sam die Fünf der Stäbe – Pluto und Saturn –, und in ihren Horoskopen bildet der Pluto von Alex mit gut zwei Grad Orbis ein Sextil zum Saturn von Sam.
Wenn es keinen Kontakt gibt
Oft bilden die beiden Planeten keinen engen Kontakt, und die Reihe sagt das offen: Diese Paarung spricht eher über den Moment als über etwas, das in der Beziehung angelegt ist. Asse und Buben stehen für ein Element statt für einen Planeten, deshalb wird eine Reihe mit einer dieser Karten allein über die Karten gelesen – wie jedes Partner-Tarot ohne Geburtsdaten. Jede Zeile lässt sich im Synastrie-Horoskop nachprüfen.
Fragen, die ihr als Paar stellen könnt
Ihr könnt auch ohne Frage ziehen. Wollt ihr eine, funktioniert ein Tarot zu zweit am besten mit einer Frage, die euch beiden wichtig ist und die keiner von euch allein beantworten kann.
Gemeinsame Fragen
| Frage | Gut für |
|---|---|
| Was braucht jede und jeder von uns gerade? | Bedürfnisse nebeneinander |
| Was lässt immer wieder denselben Streit aufflammen? | Ein Muster, das ihr beide nährt |
| Was bringt jede und jeder von uns in diesen Umzug mit? | Eine gemeinsame Entscheidung |
| Wo fühlen wir uns gerade am nächsten? | Was schon funktioniert |
Fragen, die ihr weglassen solltet
„Liebt er mich noch?“ und „Halten wir durch?“ machen aus einem Partner-Tarot ein Urteil – und ein Urteil ist das Letzte, was zwei Menschen einem Kartendeck überlassen sollten. Keiner von euch kann für den anderen antworten, und auch keine Karte kann es. Fragt stattdessen danach, was jede und jeder von euch mitbringt.
Nach der Legung
Redet, bevor ihr irgendetwas nachschlagt. Jede und jeder sagt zuerst, was die eigene Karte in jeder Reihe für sie oder ihn bedeutet, und erst dann lest ihr die Bedeutungen. Paare, die es so machen, merken meist, dass das Partner-Tarot ein Weg in ein Gespräch war – nicht das Gespräch selbst.
Partner-Tarot oder eine Legung für dich allein?
Auf dieser Website gibt es beides, und beides beantwortet etwas anderes. Ein Partner-Tarot braucht zwei Menschen, die mitmachen wollen. Eine Beziehungslegung braucht nur einen.
Im deutschsprachigen Tarot heißen Legungen über eine Partnerschaft je nach Schule „Partnerlegung“, „Partnerspiel“ oder „Beziehungsspiel“; wer dabei wie viele Karten zieht, ist von Legesystem zu Legesystem verschieden. Hier ist es festgelegt: zwei Blätter auf dem Tisch, und jedes gehört dem Menschen, der es gezogen hat.
Wenn ihr beide mitmachen wollt
Wählt ein Partner-Tarot, wenn ihr beide neugierig seid, wenn ihr einen klaren Rahmen sucht, um über Bedürfnisse zu sprechen, oder wenn ihr getrennt seid und trotzdem etwas gemeinsam machen wollt. Drei Karten pro Person halten die Legung kurz genug, um sie in einem Rutsch zu Ende zu bringen.
Wenn es nur um dich geht
Denkst du allein über eine Beziehung nach – über deinen Partner oder deine Partnerin, einen Ex oder jemanden, bei dem du dir nicht sicher bist –, dann zieh stattdessen die fünf Karten im Beziehungs-Tarot. Für eine Frage, die aus beiden Horoskopen beantwortet wird, probier die KI-Synastrie-Deutung; alles Weitere findest du unter Alle Beziehungsdeutungen.
Häufige Fragen
›Ist dieses Partner-Tarot kostenlos?
Ja. Ihr könnt beide kostenlos ziehen und alle sechs Karten deuten, so oft ihr wollt, und keiner von euch braucht ein Konto. Der Abgleich der beiden Blätter mit euren Geburtshoroskopen ist ohne Konto einmal kostenlos, mit einem kostenlosen Konto einmal pro Woche; mit Pro ist er unbegrenzt.
›Müssen wir dafür zusammen sein?
Nein. An einem Bildschirm zieht die erste Person und gibt das Handy weiter. Seid ihr getrennt, schickt die erste Person einen Link; die zweite öffnet ihn, zieht ihre drei Karten und kann die fertige Legung zurückschicken. Der Link funktioniert auf jedem Gerät, ohne Anmeldung.
›Kann mein Gegenüber meine Karten verändern?
Nein. Der Server teilt jede Karte aus und signiert den Link, deshalb lässt sich ein Blatt unterwegs nicht bearbeiten – ein veränderter Link öffnet sich einfach nicht mehr. Außerdem sieht keiner von euch die Karten des anderen, bevor die eigenen liegen: Das zweite Blatt wird erst ausgeteilt, wenn die zweite Person wählt.
›Was passiert, wenn wir dieselbe Karte ziehen?
Das kann nicht passieren. Beide Blätter stammen aus einem Deck mit 78 Karten, und das zweite wird aus den 75 Karten ausgeteilt, die nach der ersten übrig sind – genau wie an einem echten Tisch.
›Brauchen wir Geburtsdaten?
Nein. Die Karten und die Elementpaare funktionieren für sich allein. Zwei Geburtsdaten fügen die Horoskop-Ebene hinzu, in der jedes Kartenpaar als Kontakt zwischen euren beiden Horoskopen nachgeschlagen wird. Eine Geburtszeit hilft, ist aber nicht nötig.
›Können wir noch einmal ziehen?
Ja, aber vielen Paaren reicht eine Legung pro Frage. Sofort neu zu ziehen bringt meist eher Rauschen; nach einer Woche zur selben Frage noch einmal zu ziehen ist dagegen ein guter Weg, um zu sehen, was sich bewegt hat.
›Ist das nur etwas für Paare?
Es ist für Paare geschrieben, aber jede Konstellation aus zwei Menschen kann es nutzen – Freunde, Familie, eine Beziehung, die gerade erst beginnt. Die drei Positionen fragen, wie jede und jeder von euch die Verbindung sieht, was ihr braucht und was ihr geben könnt – das funktioniert für zwei beliebige Menschen.
›Was passiert mit unseren Karten?
Nichts wird gespeichert, solange ihr die Legung nicht behalten wollt: Wer angemeldet ist, legt die beiden Blätter mit „In meinen Deutungen speichern“ im eigenen Verlauf ab. Ansonsten stecken sie nur im Link – deshalb könnt ihr ihn teilen, und deshalb bleibt er immer gleich. Geburtsdaten, die ihr für die Horoskop-Ebene eingebt, werden nur für diese eine Berechnung verwendet und nicht gespeichert.
Passende Werkzeuge
Eine Legung mit fünf Karten, die eine Person über eine Beziehung zieht.
Jede Art, zwei Horoskope zu deuten – beginnend mit euch beiden auf einen Blick.
Stell eine Frage und sieh die 3–5 Kontakte zwischen euren Horoskopen, auf denen die Antwort beruht.
Jeder Aspekt zwischen zwei Geburtshoroskopen in einem Bi-Wheel.
Die Beziehung als eigenes Horoskop.
Die ganze Beziehung in einem Dokument, mit datiertem Jahresausblick.





